Geschichte der FF Ladis

Das Feuerwehrwesen kann in Ladis auf eine lange Geschichte zurückblicken.
Ausführliche Darstellung im Jubiläumsbuch 2000, verfasst von unserem Ehrenmitglied Prof. Robert Klien.

Bilder

Spritzenhaus mit Schlauchturm
Bild 1
: Spritzenhaus mit Schlauchturm

Ehren-Diplom Nikodemus Kathrein
Bild 2
: Ehren-Diplom Nikodemus Kathrein

Feuerwehrgerätehaus 1977
Bild 3
: Feuerwehrgerätehaus 1977

Ehrenmitglied-Robert-Klien
Bild 4
: Ehrenmitglied Prof. Robert Klien

Grossbrand-Obladis 1972
Bild 5
: Grossbrand Kurhotel in Obladis 1972

Grossbrand-Rechelerhaus 1981
Bild 6
: Grossbrand-Rechelerhaus 1981

Segnung-Feuerwehrhall 1997
Bild 7
: Segnung-Feuerwehrhall 1997

1220

In der seit 1220 überlieferten Geschichte von Ladis scheinen nur zwei große Dorfbrände auf - erfreulich für eine so lange Zeit.

1462

Eine Urkunde vom 25.01.1462 belegt den Brand der Burg Laudegg und des Dorfes, der beim Einfall der Appenzeller gesteckt wurde.

1636

Der Waldmeister von Imst verhängte für Ladis eine Strafe, weil ein Schafhirte im Heuberg in der Maiß einen faulen Stock angezündet hatte, wodurch eine Feuersbrunst aufgekommen war.

1683

Im Oktober 1683 brannte das ganze Dorf, samt Widum, Mesnerhaus und Kirche ab. Von den 350 Einwohnern wurden ca. 260 Personen obdachlos. Der Wiederaufbau des Dorfes dauerte einige Jahre.

1749

Erste erlassene Feuerordnung in der man von Maßnahmen liest, um Feuersbrünsten Einhalt zu gebieten: "1. Verhinderung, 2. baldige Entdeckung, 3. schleunige Löschung und 4. Vorsicht gegen Folgen nach dem Löschen."

1850 Gemeindefeuerwehr

Laut schriftlicher Überlieferung wurde im Jahre 1850 eine Gemeindefeuerwehr gegründet. Diese Wehr erhielt bei ihrem Einsatz beim Großbrand in Prutz am 25. Sept. 1864 das größte Lob. Das alte Spritzenhaus (Bild 1) stammt aus der Zeit um 1860 und steht heute noch beim Lader Weiher. Das Ehren-Diplom (Bild 2) von ihrem Kommandanten Nikodemus Kathrein beweist das hohe Alter der Feuerwehr in Ladis.

1900 Gründung FF-Ladis

Am 22. Oktober 1900 wurde die Freiwillige Feuerwehr Ladis nach dem 1874 in Kraft getretenen Vereinsgesetz gegründet und die Statuten angepasst. Nikodemus Kathrein war dann auch gleichzeitig der Gründer und erste Kommandant der FF Ladis.

1930

Im Jahre 1930 wurde eine „Rosenbauer-Motorspritze“ angeschaffen, welche in den Fünfzigerjahren zu einer elektrisch betriebenen Spritze umgebaut wurde.

1939-1945

Während des Zweiten Weltkrieges wurde vorübergehend eine „Mädchen-Feuerwehr“ gebildet, welche nachweislich ihre Einsätze mit Bravur meisterten.

1965

Eine neue VW-Motorspritze (TS8) im Wert von S 30.000,- wurde im Jahre 1965 angekauft (Bild 3). Von 1969 bis ca. 1980 gab es bei der FF Ladis schon eine Jugendfeuerwehrgruppe. Ab dem Jahre 1970 bis heute, gab es laufend Teilnahmen an verschiedensten Leistungsbewerben, bei welchen im Jahre 2007 in Pfunds sogar der Landessieg errungen wurde.

1977

Im Jahre 1977 war der Umbau der Postauto-Garage zu einem neuen Feuerwehr Gerätehaus abgeschlossen. (Bild 3)

1978

Die erste Feuerwehrchronik von Ladis entstand 1978, welche vom Ehrenmitglied (seit 1979) der FF Ladis, Prof. Robert Klien (Bild 4) gestaltet wurde. Eine Neuauflage der Chronik gab es im Jahre 2000, anlässlich der 150 Jahr Feier der Feuerwehr Ladis.

1979-1981

1979 erhielt die FF Ladis ihr erstes Auto – ein Kleinlöschfahrzeug (KLF). In den Siebziger und Achtziger Jahren hatte die FF Ladis mehrere schwere Einsätze zu bewältigen, unter anderem 1972 der Großbrand des Kurhotel in Obladis (Bild 5) oder 1981 der Vollbrand des Rechelerhaus mitten im Ortszentrum von Ladis (Bild 6).

1993-1997

Zum Ehrenmitglied der FF Ladis wurden 1993 BI Adolf Erhart (24 Jahre Kommandant) und 2002 Joachim Wagenbach ernannt. Am 10. August 1997 wurde das neue Feuerwehr Gerätehaus in Ladis gesegnet (Bild 7)

2000-2007

Weitere Marksteine in der Geschichte der FF Ladis waren die Neuanschaffung eines Tanklöschfahrzeugs (TLF 1500) im Jahre 2000, die Fahnenweihe der neu gespendeten Feuerwehr Fahne am 18. August 2002, die Patenschaft mit der FW Satteins (VA), die Neuanschaffung der neuen Tragkraftspritze TS12 im Jahre 2004 und die Neuanschaffung des Löschfahrzeugs mit Bergeausrüstung (LFB-A) im Jahre 2007.